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Abklärungen in Zusammenarbeit mit der Beo-Bolligen

In enger Zusammenarbeit mit der BEO-Bolligen (www.be.ch/beobolligen) bieten wir vier Plätze für stationäre, interdisziplinäre und prozessorientierte Abklärungen für männliche Jugendliche an. In der interdisziplinären Zusammenarbeit von sozialpädagogischer Beobachtung und Betreuung, psychodiagnostischer und psychiatrischer Abklärung, psychotherapeutischer Begleitung, schulischer und beruflicher Förderung sowie berufsberaterischer Abklärung, werden die Möglichkeiten der Jugendlichen, ihrer Familien sowie des Umfeldes abgeschätzt und Perspektiven für den weiteren Lebensweg entwickelt. Dabei werden die positiven Ressourcen des Jugendlichen, seine Lernfähigkeit und -bereitschaft, seine Ansätze zur Kooperation und zu verantwortungsbewusstem Verhalten in den Vordergrund der Arbeit gestellt und nicht überwiegend auf seine schwierigen und negativen Verhaltensweisen reagiert. Als Resultat entsteht ein differenzierter, schriftlicher Abklärungsbericht zu Händen der einweisenden Behörde mit fundierter Empfehlung einer Anschlusslösung. 

 

Die Platzierungen erfolgen über zivilrechtliche oder jugendstrafrechtliche Behörden (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden, Sozialdienste, Jugendämter, Jugendgerichte, Jugendstaatsanwaltschaften). Ein regelmässiger Informationsaustausch und Absprachen bezüglich der Erarbeitung und Erprobung weiterführender Perspektiven mit der einweisenden Behörde helfen zu gewährleisten, dass die Abklärungsphase in einen längerfristigen Prozess eingebettet bleibt. 

 

Eine Abklärung in der BEO-Bolligen dauert in der Regel zwischen sechs und neun Monaten. Sowohl die Fallführung, als auch die psychologischen und medizinisch-psychiatrischen Abklärungen werden von Mitarbeitenden der BEO-Bolligen übernommen. Die pädagogisch ausgebildeten Mitarbeiter des Internats Grosshaus-Friedegg begleiten die Jugendlichen im alltäglichen Leben (Arbeiten, Lernen, Freizeit). Es finden regelmässig interdisziplinäre Sitzungen zum Austausch der aktuellen Erkenntnisse statt. 

 

Um den Jugendlichen optimal zu fördern, wird nach Beendigung der Abklärungsphase im Internat Grosshaus-Friedegg mit der BEO-Bolligen nach einer optimalen Anschlusslösung gesucht. Diese besteht in mehreren Varianten: Neben der Platzierung in einer anderen Institution kann ebenso der Verbleib im Internat Grosshaus-Friedegg (oder dem Internat Grosshaus-Diemtigen) in Erwägung gezogen werden.

 

Direktplatzierungen

Die Direktplatzierungen werden einerseits den einweisenden Behörden (max. fünf Plätze), andererseits dem Internat Grosshaus-Diemtigen – in Form eines Timeouts – angeboten und bestehen unabhängig von der interdisziplinären Zusammenarbeit mit der Kantonalen BEObachtungsstation Bolligen.

Bei Direktplatzierungen ist eine enge Zusammenarbeit mit der einweisenden Behörde und den Eltern für ein konstruktives und zielorientiertes Arbeiten mit dem Jugendlichen ausschlaggebend. Je nach Auftrag der einweisenden Behörde werden für die direktplatzierten Jugendlichen kurz/mittel- und langfristige schulische, berufliche und sozialpädagogische Ziele formuliert.   

 

Unbegleitete minderjährige Asylsuchende und Flüchlinge (UMA/UMF)

Alle Jugendlichen, die im Internat Grosshaus-Friedegg platziert werden, befinden sich in einer schwierigen Situation. Oftmals sind es nicht nur die Jugendlichen, die sich unter schwierigen Bedingungen zurechtfinden müssen, sondern zugleich auch zumindest ein Teil ihres Bezugssystems. Schwierigkeiten manifestieren sich daher in den unterschiedlichen Lebensbereichen der jungen Menschen (in der Familie, in der Schule und/oder der Freizeit). Oft werden sie von delinquentem Verhalten, erheblichem Suchtpotenzial (oder bereits entwickeltem Suchtverhalten) und psychologisch-psychiatrischen Symptomatiken begleitet.

 

Im Falle von UMAs zeichnet sich die Indikation teilweise durch andere, u.U. zusätzliche Aspekte aus. Ein wichtiger Unterschied besteht sicherlich darin, dass diese jungen Menschen zum Teil stark traumatisiert sind. Neben der Indikation der Verhaltensauffälligkeit müssen hier zudem noch sprachliche Barrieren und kulturelle Unterschiede (bspw. gesellschaftlich akzeptierte Konfliktlösungsstrategien) in der pädagogischen Arbeit berücksichtigt werden. Diese interkulturellen Themen werden durch eine eidgenössisch anerkannte „Integrationsbegleitung“ intervisionär begleitet.

 

Ganz besonderen Stellenwert in der Zusammenarbeit mit UMAs nimmt das Thema „Integration“ ein. UMAs, welche im Internat Grosshaus-Friedegg platziert werden, profitieren hier in doppelter Hinsicht: Durch das alltägliche Zusammenleben mit Schweizer Jugendlichen und Erwachsenen werden sie nicht nur auf sehr direkte Art und Weise mit Schweizer Normen und Werten konfrontiert sondern haben darüber hinaus auch die einzigartige Möglichkeit, bereits erworbene Sprachkenntnisse zu festigen und zu erweitern.

 

In der Arbeit mit UMA/UMF kann das Internat Grosshaus-Friedegg bei Bedarf eine Kooperation mit dem im Haupthaus des Gebäudekomplexes „Friedegg“ untergebrachten Projekt „Peace Corner“ eingehen. Diese Kooperation beinhaltet nicht nur einen regelmässigen, fachlichen Austausch mit den Projektgründern. Dort lebende Flüchtlinge werden bei Interesse als Mentoren und/oder Dolmetscher in die Arbeit mit den UMAs/UMFS einbezogen.

 

Höchstens vier der fünf Plätze, die für Direktplatzierungen zur Verfügung stehen, dürfen an UMA/UMF vergeben werden.

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